John Williams führt den Lesenden in Stoner in die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts zurück als ein Leben auf dem Land in Missouri hart und entbehrungsreich war.

John Williams
Stoner
Originaltitel: Stoner
Aus dem Englischen von Bernhard Robben
dtv Verlag, 2014
352 S.
dtv
Mit „Stoner“ wurde 2009 ein Romans des amerikanischen Autors John Williams wiederentdeckt. Das Buch war – 1965 zum erstmals gedruckt – lange Zeit in Vergessenheit geraten. 2013 erschien der Roman ins Deutsche übersetzt. John Williams (geb. 1922) wuchs auf einer Farm im ländlichen Missouri auf. Schon früh erkannte er seine Liebe zur Literatur. In späteren Jahren lehrte er Englische Literatur an der Universität. Stoner war sein vierter Roman, der deutlich autobiografische Züge trägt.
William Stoner, 1891 auf einer kleinen Farm unweit des Dorfes Booneville geboren wächst auf dem Land auf. Er erlebt früh das durch Feldarbeit gekennzeichnete entbehrungsreiche Leben seiner Eltern.
Mit sechs Jahren melkte er die mageren Kühe, fütterte die Schweine im wenige Meter vom Haus entfernten Stall und sammelte die kleinen Eier einer Schar dürrer Hühner.
Leidenschaft für Literatur
Im Alter von 19 Jahren schickt ihn sein Vater 1910 auf die University of Missouri in Columbia, um Landwirtschaft zu studieren. In einem Einführungskurs in Englische Literatur entdeckt er schon bald seine wahre Leidenschaft. Stoner beginnt Englische Literatur zu studieren. Später verbleibt er an der Universität, um als Professor zu lehren. Die Ehe mit seiner Frau Edith bleibt unglücklich, seine Tochter unnahbar und ein Freund entpuppt sich als skrupelloser Konkurrent. Stoner bleibt bedächtig und scheint stoisch alles hinzunehmen. Sein Leben wird erfüllt von seiner Leidenschaft für die Literatur. Kurz vor seinem Tod denkt Stoner über sein Leben nach und ihn überkommt mit aller Macht ein Gefühl eigener Identität.
Er war er selbst, und er wusste, was er gewesen war.
Im Nachwort heißt es: „Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.“ Die Geschichte von William Stoner berührte mich so, dass das Buch bei mir der Eindruck hinterließ, genau eine solche Erfahrung beim Lesen gemacht zu haben.
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